Colearning - Todo, Doing, Done

Jeder Colearning-Tag startet mit einem Check-in. Dieses beinhaltet neben kreativen Tagesbeginn-Ideen der Lernmoderator*innen auch das Strukturieren des Tages.

Ein wichtiges “Tool”, welches wir verwenden, ist ein einfaches Kanban-Board an der Wand mit den Spalten Todo, Doing und Done. K├╝rzlich haben wir zus├Ątzlich eine Spalte Parkplatz eingef├╝gt.

Auf dieses Board kleben die Colearner die Themen und Projekte, an denen sie arbeiten wollen (Todo), gerade arbeiten (Doing) oder die sie schon erledigt haben (Done). Wenn ein Projekt gerade wartet muss oder man erst zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt damit weiterfahren will, kommt es in den Parkplatz.

Auf jedem Zettel stehen Stichworte zur Aktivit├Ąt und der Name des Colearners. Wenn es ein Gruppenprojekt ist, dann sind nat├╝rlich mehrere Namen drauf.

Ablauf

In einer ersten Runde tauschen wir uns aus, was am letzten Tag gelaufen ist. Dies hilft auch den Lernmoderator*innen, einen ├ťberblick zu bekommen, da meist am vorherigen Tag jemand anderes f├╝r Lernmoderation verantwortlich war.

Dann ist die Frage, was jeder Colearner tun m├Âchte am heutigen Tag. Diese Zettel werden in der Todo-Spalte aufgeh├Ąngt. In die Doing Spalte kommen schliesslich die Themen und Projekte, an welchen man gerade jetzt dran ist.

Die letzte Frage ist, wo jemand Hindernisse sieht, bei denen er*sie Hilfe ben├Âtigt.

Arbeit und Reflexion

In der Doing-Spalte sollte pro Person immer nur eine Aktivit├Ąt sein, damit man an etwas dran bleiben kann, bis es erledigt ist. Sobald etwas erledigt wurde, wird es in die Done-Spalte verschoben.

Das Erledigen von Todos ist ermutigend und mit der Zeit f├╝llt sich die Done-Spalte. Nun kommt ein letzter Schritt: die Reflexion. Man nimmt den Zettel aus der Done-Spalte und schreibt dazu etwas in sein Lerntagebuch.

Soweit die Theorie…


Erkenntnisse

So sch├Ân wie oben beschrieben, klappt es dann in der Praxis leider doch nicht. ­čÖâ

Eine erste Schwierigkeit liegt darin, die Aktivit├Ąten so zu formulieren, dass sie nicht zu gross sind. Mit dem Todo wie “Game Programmieren” ist man eigentlich nie fertig. Dann wandert es nur zwischen Todo und Doing hin und her, mit gelegentlichen Pausen auf dem Parkplatz. Und wenn man nie zu einem Done gelangt, dann fehlt das Erfolgserlebnis, etwas erledigt zu haben und es kommt auch kaum zu einer Reflexion.

Die Reflexion ist auch generell ein Problem. Wir schaffen es zur Zeit noch nicht, eine gute Form zu finden daf├╝r. Im Moment versuchen wir, jeden Tag beim Check-out vor dem Mittag das Lerntagebuch hervor zu nehmen und schreiben dort etwas hinein. Das bedeutet halt Hinsitzen und Schreiben - auch wenn man nicht so gut oder gerne schreibt.

Um den ganzen Prozess zu unterst├╝tzen, ├╝berlegen wir, ob wir anstatt Post-its vordefinierte Formularbl├Ątter brauchen wollen. Das w├╝rde etwas mehr Struktur hinein bringen. Allenfalls k├Ânnte man gleich die Reflexion auf diese Bl├Ątter schreiben und in das Lerntagebuch einordnen. Verwendet haben wir es noch nicht, aber hier ist mal ein erster Entwurf (Danke Fredi).

Entwurf f├╝r eine strukturierte Todo-Karte
Entwurf f├╝r eine strukturierte Todo-Karte

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